Scrarecrow Rising (2018) 1/5 (1)

Radiomoderatorin May Sealy, erbt unverhofft ein Grundstück in Wales. Was liegt da näher als den Job zu kündigen und mit den Freunden dort hinzufahren. Auf der Farm angekommen, erfahren sie, das auf dem Land ein Fluch liegt. Im Jahre 1910 wurde nämlich ihr Verwandter für ein Verbrechen beschuldigt, welches er nicht begangen hat. Er wurde an ein Kreuz gehangen und verhungerte in 48 Stunden. Auch seiner Verlobten erging es nicht besser und sie wurde bei Lebendigem Leib verbrannt. Nun kehrt er als Vogelscheuche aller 20 Jahre für 48 Stunden zurück und tötet jeden, der auf seinem Land verweilt…

Irgendwie habe ich von dem Film ein wenig mehr erwartet als von den anderen Filmen von Louisa Warren, die ich in den letzten Wochen geschaut habe. Auf dem Cover prangt das Zitat von der Seite: „Horrorscreams Video Vault“. „… one of the best Scarecrow Horror Films in Years.“ Nachdem ich den Film nun geschaut habe, musste ich mir das Review raussuchen und nachlesen, ob der Satz aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass jemand bei klarem Verstand, den Film als besten Vogelscheuchen Film seit Jahren bezeichnen könnte. Liest man das Review, bekommt man Vergleiche mit Jeepers Creepers geliefert und das die Story gut ausgearbeitet wäre und der Film nahezu perfekt inszeniert wurde. Irgendwie glaube ich, dass die Engländer einen vollkommen anderen Blick auf Filme haben, was gut und schlecht ist. Vielleicht sollten die Deutschen ihre Filme auf die Insel verkaufen, vielleicht werden sie da als cineastisches Gold angesehen. Wer weiß?

Als ich den Prolog des Films sah, dachte ich noch, dass der Film noch was werden könnte. Es kam sogar etwas Atmosphäre auf und die Darsteller wirkten fast schon zu gut für den Film. Nach der Titeleinblendung verliert sich das ganze mal wieder in dem selben Mix aus schlechten Dialogen, unmotivierten Darstellern und technischen Mängeln wie in jedem Film der Regisseurin. Wie schon bei „Scarecrow’s Revenge“ und „das Krampus Massaker 2“ aus dem Jahr 2019 wurde auch hier mit dem Film „Die Zahnfee wird dich holen!“ Cast und Location geteilt. Man könnte mal wieder denken, dass einfach nur die Darsteller wild durchgewürfelt wurden und die Zahnfee mit einer Vogelscheuche ausgetauscht wurde. Teilweise wurden sogar ganze Einstellungen nachgedreht.

Logik braucht man hier auch nicht suchen. Schon alleine die zeitliche Einteilung haut hier hinten und vorne nicht hin. Die Rede im Prolog (und auch auf dem Cover) ist von aller 20 Jahren taucht die Vogelscheuche für 48 Stunden auf. Zwischendurch erfährt man von Morden im Jahr 1984, der Film spielt sicherlich im Jahr 2018 und man erzählt, dass die Vogelscheuche in den letzten 10 Jahren nicht mehr gesehen wurde. Dann wird mal gesagt, dass die Vogelscheuche jedes Jahr auftaucht. Na was den nun lieber Drehbuchschreiber? Zudem was macht es für einen Sinn, wenn man das genaue Datum (Prolog) kennt und weiß das alle getötet werden die sich in 48 Stunden auf dem Hof aufhalten, dort zu bleiben? Man könnte sich für die 2 Tage ja auch n Hotelzimmer nehmen. Zu den Drehbuchfehlern kommen dann noch die Regiefehler, wie atmende Tote, Plastikpistolen, verschwundene Wunden und Verletzungen auf. Die 18er Freigabe ist wie bei allen genannten Filmen ein Witz, da es mangels Budget keine Effekte gibt. Da es sich um Frühwerke von Loisa Warren handelt habe ich meine Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie es irgendwann schafft, entweder mehr Budget für „krasse“ Effekte aufzutreiben, die die schlechten Drehbücher kaschieren oder zu lernen wie Storyaufbau und Spannungsbögen funktionieren.

Alles in Allen haben wir wieder einen filmischen Reinfall, der nicht einmal einen Trashgehalt besitzt um wenigstens ein bisschen Unterhaltungswert zu vermitteln…

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